Abwechslungsreiche und berührende Sommerkonzerte am Karo

Mit der schwungvollen Titelmusik aus dem Filmklassiker „Chitty Chitty Bang Bang“ eröffnete das Schulorchester des Karolinen-Gymnasiums unter der Leitung von Rainer Heilmann-Mirow die diesjährigen Sommerkonzerte am 3. und 4. Juli im Mensagebäude. 

In der anschließenden Begrüßung betonte Schulleiterin Sigrid Rechenauer, dass die Besonderheit der Sommerkonzerte sei, dass sie aus dem Schulalltag erwachsen und die Proben und Vorbereitungen parallel zur Schulaufgabenphase stattfinden müssen. Dass die Schülerinnen und Schüler diese Herausforderung gut meistern, konnte man an den zwei bunten und vielfältigen Konzertabenden sehen, an denen auch diverse Solistinnen und Solisten und einige Nachwuchsmusiker für ein ausverkauftes Haus sorgten. 

Nach dem US-Western-Start des Orchesters brachten die Blechbläserchen gemeinsam mit ihrem Leiter Gerrit Arntz die Zuhörerschaft mit der Europahymne zurück auf unseren Kontinent. Von dort ging es mit einem Solobeitrag weiter nach Osten: Die sehr talentierte Sechstklässlerin Sarra Zabilskaya trieb mit ihrem selbst arrangierten, selbst am Klavier begleiteten und auch gesungenen Lied „Pashut Anashim“ (hebräisch: Einfach Menschen) so manchen Zuschauenden die Tränen in die Augen.  

Im Verlauf der Abende taten sich noch weitere Solisten hervor: Neben einem Klavierduo von Sophia Drösel (5b) und ihrer Lehrerin Edith Kaltenbrunner als Duopartnerin überzeugte auch Anna Raißle (5e) an der Harfe. Laura Paas (Q12) gab virtuos an der Blockflöte das Stück „Schlaflied für einen Kolibri“ zum Besten. Verschiedene Schülerinnen und Schüler taten sich kammermusikalisch zusammen und führten neben einem Streichquartett von Mozart (Rainer Heilmann-Mirow; Franziska Schroeder, Q12; Clara Scharbert, 9e; Lilly Schmid, 9d) auch Ludovico Einaudis „Experience“ (Anna Schrank, 10a; Juli Keil, Q12, IGG; Alicia Pritzel, 10e; Maximilian Sterczel, Q12) auf, was das Publikum mit starkem Applaus honorierte. Aber auch im Bereich der Popmusik gab es für das Publikum einiges zu jubeln; zum einen bei „Bubbly“, wunderbar vorgetragen von Felicitas Mirow (Gesang, 11a), Marie Bürger (Schlagzeug, Q12) und Christoph Leonbacher (Klavier); zum anderen beim Stück „Stay“, das Felicitas Betz (Gesang, Q12) und Magdalena Gilch (Klavier und Gesang, Q12) gefühlvoll präsentierten. 

Dass gesanglich mit großem Nachwuchs zu rechnen ist, sieht man am Unterstufenchor mit seinen über 50 Mitgliedern, mit dem Edith Kaltenbrunner erfolgreich unter anderem das Stück „Kann mich irgendjemand hören“ aufführte. Ebenfalls unter ihrer Leitung glänzte der große Chor der Jahrgangsstufen 8 bis 12 unter anderem mit Michael Jacksons Klassiker „They don’t care about us“. In guter Tradition bildete sich ein Vokalensemble aus der Q12, das ABBAs „Take a chance on me“ musikalisch ausgesprochen gelungen darbot. 

Beim diesjährigen Auftritt des Rhythmusensembles von Christoph Leonbacher ging es sportlich-kreativ zu. Körper, Stockkampfstöcke und Basketbälle wurden zu Musikinstrumenten umfunktioniert und man konnte beobachten, dass die packenden Rhythmen aufs Publikum übersprangen. 

Den Auftritt der Band leitete Felix Zeißl (Q12) mit einem virtuosen Eigenarrangement von Eddie van Halens „Eruption“ an der E-Gitarre ein und erntete dafür tosenden Applaus. Ebenso gefeiert wurden die von der Schulband (Leitung: Gerrit Arntz) aufgeführten Songs. Diese setzte in einer Kooperation mit dem Vokalensemble in einer amüsant dargebotenen Heavy-Metal-Parodie mit „Valhalleluja“ den Schlusspunkt des Abends.  

Für den reibungslosen Ablauf und die passende Atmosphäre sorgte wieder einmal das sehr professionelle Technik-Team „Karo – Sound & Light“ unter der Leitung von Lorenz Maier und Christoph Leonbacher. 

L. Reichenbach