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Am Mittwoch, den 18. März, besuchte uns im Rahmen eines KaroPlus-Moduls für einen Poetry-Slam-Workshop Thomas Eiwen, der seit eineinhalb Jahren Wort-Künstler ist. Er erklärte uns zunächst, was ein solcher überhaupt ist und was man dabei beachten sollte. Es handelt sich nämlich um einen Literatur-Wettstreit, bei dem innerhalb von maximal sieben Minuten eigene Gedichte, Erzählungen oder Sachtexte dem Publikum vorgetragen werden, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Auch Reimschemata sind erlaubt und man kann sich mit jedem beliebigen Thema auseinandersetzen. Das alles entscheidet der Autor selbst. Auch wir durften unserer Kreativität freien Lauf lassen, indem wir einen Text über einen Apfel schreiben sollten. Sofort ist uns aufgefallen, dass es ganz unterschiedliche Interpretationsweisen zu diesem Thema gibt. Man kann zum Beispiel den Apfel als Sinnbild für den Menschen nehmen, eine politische Botschaft einbauen oder ihn mit Nostalgie verbinden.
Danach ging es um die Vortragsweise und die Bedeutung von Pausen und Betonung. Denn bei einem Poetry Slam ist natürlich auch die Präsentation des eigenen Textes wichtig. Zum Schluss trug uns Thomas auch noch eines seiner Gedichte vor, das vom Baggerfahren handelte und uns alle beeindruckte. Insgesamt zeigte der Workshop, dass Schreiben extrem viel Spaß machen kann und wir glauben, dass wir für alle sprechen, wenn wir sagen, dass es eine großartige Erfahrung war..
Julia Pletschacher und Kinga Schremser (9b)
1. Teil: „Rosenslam“ im Lokschuppen - Nicht nur Dichtkunst ist gefragt
Am Freitag, den 17.04.26, hatten wir die Möglichkeit, den „Rosenslam“ im Lokschuppen zu besuchen. Nachdem wir zuvor schon einen Workshop in der Schule — von Herrn Eiwen (Gründer des Rosenslams) persönlich — erhalten hatten, konnten wir nun unsere neu gewonnenen Poetry Slam Kenntnisse anwende. Um 20:00 ging die Vorstellung also los und unser Moderator Thomas Eiwen stürmte voller Begeisterung auf die Bühne. Dann erklärte er uns nochmals kurz die drei wichtigsten Regeln des Poetry Slams: Die Texte der vier auftretenden Künstler Nya Ditt, Elena Calliopa, Leon Hanke und Frank Klötgen mussten (vor allem in Zeiten von KI) selbst verfasst sein, die Vorträge durften maximal sieben Minuten dauern und wir bzw. das Publikum sollten immer einen kräftigen Applaus geben, auch wenn einem der Text persönlich nicht gefallen hat, um dem Künstler Respekt zu erweisen. Daraufhin stellte er noch kurz einen eigenen Text vor, um uns zu zeigen, worauf wir uns einzustellen hatten. Den Beginn machte Nya Ditt mit einer Erzählung aus ihrem eigenen Leben. Ein Spieleabend mit ihrer Familie zeigte uns ihre überperfektionistische Seite und mit brillanter Dichtkunst, aber auch sehr emotionalen Aspekten, legte sie die Messlatte direkt sehr hoch. Elena Calliopa präsentierte uns ihre mitreißende Geschichte zu den Straßenmalkreiden und nahm uns ebenfalls emotional mit auf die Reise einer jungen Frau, die ständig damit kämpft, ihre eigenen Grenzen gegenüber anderen zu ziehen. Mit einem traurigen, aber auch inspirierendem Vortag ging es weiter bei Leon Hanke und seinem Telefonat mit der ihn ständig kritisierenden Mutter, in dem er darstellte, wie er lernt, auf sich selbst stolz zu sein. Den Abschluss der ersten Runde machte Frank Klötgen mit seinem witzigen Text über den Frühling mit komischen und zugleich genialen Metaphern. Nun wurde durch den Applaus des Publikums die erste Person (Elena) direkt ins Finale gewählt und nach einer kurzen Zwischenpause durften die drei übrigen Kandidaten nochmals einen Text vortragen. Nya überzeugte die Zuschauer schließlich und das Finale der beiden Frauen konnte beginnen. Wer war die Siegerin? Elena, die uns schließlich ihren letzten, wunderschön geschriebenen und traurigen Text über die Erinnerung an einen Kuchen, der mit einer sehr wichtigen Bezugsperson verwoben wurde, oder Nya, mit ihrer positiven und leicht verrückten Art, welche im finalen Vortrag die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens darstellte. Den „Rosenslam“ im Frühling gewann — auf jeden Fall verdient — die ca. 20-jährige Nya Ditt! Insgesamt präsentierten die vier unfassbar sympathischen Kandidaten gleichermaßen witzige wie berührende Texte, die durchweg begeisterten und einen unvergesslichen und unterhaltsamen Abend schufen.
Mirjam Decker (9b) und Raphael Zirnstein (9c)