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am 21.03.2024 um 18 Uhr [mehr]


Aktuelles

Zwei Wochen an einer schottischen Schule - eine spannende Erfahrung für unsere Kollegin

Mit einem Programm der Kultusministerkonferenz und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes kann ich zwei Wochen lang den Unterricht am George Watson’s College in Edinburgh kennenlernen. Wie werden Fremdsprachen, vor allem Deutsch, in Großbritannien unterrichtet? Wie schaut Geschichtsunterricht aus und inwiefern spielt politische Bildung eine Rolle?

Gleich zu Beginn fällt mir auf: Es gibt riesige Unterschiede zwischen dem George Watson’s College (https://www.gwc.org.uk/) und dem Karo – alleine die schiere Größe. Die Schule, die aus Vor-, Grund- und Sekundarschule besteht, wird von insgesamt etwa 2500 Schüler:innen besucht. Etwa 1500 Kinder und Jugendliche gehen auf die Sekundarschule (hier die Jahrgangsstufen 7-12). Deutsch lernen am George Watson’s College in der 7., 8. und 9. Jahrgangsstufe jeweils zwischen 20 und 40 Schüler:innen. Und der Spracherwerb hier ist viel langsamer.

Dass wir den Englischunterricht in der 5. beginnen, finden die Kinder und Jugendlichen verwunderlich; das Können unserer 10.-Klassler:innen nach fünfeinhalb Jahren Englisch am Karo nötigt ihnen Respekt ab. Denn ich habe im Vorfeld mit Schüler:innen der 10c ein teils deutsch- und teils englischsprachiges Video (https://cloud.schulen.rosenheim.de/s/meGbpToaGASMCD8, ca. 17 Minuten) entwickelt, das auch Teile des preisgekrönten Films des Wahlkurses ‚Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage‘ von 2019 enthält. Die Frage, inwiefern eine Schule auch Heimat ist, fasziniert die Jüngeren jedoch deutlich weniger als die Helmkamera-Aufnahmen vom Skifahren!

Was „Heimat“ in Schottland heißt, werde ich in der kommenden Woche noch weiter erkunden dürfen. Und auch wenn das schottische Wetter sämtlichen Vorurteilen alle Ehre macht (kein Wunder, dass es hier ein eigenes Wort gibt für widerlich-nicht-regnerisch-aber-auch-nicht-trockenes Wetter: „dreich“), freue ich mich sehr darauf.

 

K. Hüttenhofer