Am Sommerfest unserer Schule zeigten unser Wahlkurs „Spiele programmieren“ und der Informatik Q12-Kurs, wie kreativ und praktisch Technologie sein kann — und das ganz ohne trockene Theorie. Unser Stand lud zum Mitmachen ein, es gab neben Informationen zu den Projekten einen Spielwettbewerb und viel Spaß beim Ausprobieren.
Der Wahlkurs „Spiele programmieren“ präsentierte an mehreren Laptops selbstgemachte Spiele, die mit „Scratch“ erstellt wurden. Scratch ist eine visuelle Programmiersprache: Statt langer Codezeilen schiebt man bunte Bausteine zusammen – ideal, um Spiel-Logik wie Punkte, Steuerung oder Kollisionen zu verstehen. Unsere Besucherinnen und Besucher konnten Levels testen, Highscores knacken und direkt sehen, wie aus einfachen Blöcken Spielideen werden.
Zwei Schülergruppen bauten kleine, steuerbare Fahrzeuge mit dem Calliope mini, einem kompakten Mikrocontroller mit Buttons, LEDs und Sensoren, den man programmieren kann. Die Teams kombinierten so Basteln mit Hardware und Programmieren von Software:
- Bei der Tigerfangmaschine mussten Tierfiguren eingesammelt und in vorgegebene Gehege verbracht werden.
- Der Labyrinthparcours testete die Fähigkeit der Spielerinnen und Spieler, ein Fahrzeug innerhalb der Markierungen durch ein Mini‑Labyrinth ins Ziel zu bewegen.
Der Q12-Kurs stellte zwei fortgeschrittene Projekte vor: Erstens eine App, die Umfragen, Abstimmungen und kleine Quizze ermöglicht — programmiert mithilfe eines KI‑Agenten, d.h. einem intelligenten Programm, das nach genauen Vorgaben Programmtexte erzeugen kann. Im vorgestellten Projekt half Claude Code beim Entwickeln von Programmcode – die Herausforderung für das Team war die genaue Definition der Anforderungen, das Testen und die Beseitigung von Fehlern. Und das Beste ist der Nutzen für die Schulgemeinschaft: Karo-Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte können diese App kostenlos und datenschutzkonform nutzen (https://jackpoll.org/de ).
Die zweite Gruppe stellte eine Smart Home‑Lösung vor, mit der sich elektrische Geräte wie z.B. der Fernseher zu Hause mithilfe von KI steuern lassen:
- Basis war die Open‑Source‑Plattform Home Assistant zur Steuerung von Lampen, Sensoren und Aktoren, die nicht als Cloudlösung, sondern lokal auf einem Rechner lief.
- Eine KI erzeugt aus Spracheingaben Textbefehle, die der Hermes‑Agent (ebenfalls KI und lokal installiert) an die Smart Home-Plattform leitet.
- Ein Python‑Interface stellt dabei Sprachein- und ausgaben textuell und grafisch dar.
Das Ergebnis war eine Smart Home-Anwendung ohne externen Server, gut für Privatsphäre und für eigene Experimente.
Informatik wurde praktisch, kreativ und für alle erlebbar präsentiert. Ob Spiele bauen, Roboter steuern oder eigene Apps entwickeln — es gibt viele Wege, mitzumachen!
Volker Denke