Statt Vokabelheft und Grammatikbuch standen Schneidebrett, Pfanne und Kochtopf auf dem Programm. Ziel war es, ein Drei-Gänge-Menü mit Spezialitäten aus der spanischsprachigen Welt zuzubereiten und die im Unterricht kennengelernten Länder einmal auf ganz andere Weise zu entdecken.
Da sich die Klasse in den vergangenen Wochen intensiv mit Perú beschäftigt hatte, durfte ein peruanisches Gericht natürlich nicht fehlen. Als Vorspeise wurde ein vegetarisches Ceviche mit Champignons zubereitet – eine kreative Variante des bekannten Nationalgerichts. Anschließend ging die kulinarische Reise nach Spanien weiter: Die selbstgemachte Tortilla de Patatas gelang auf Anhieb und überzeugte mit ihrem authentischen Geschmack.
Den krönenden Abschluss bildeten frisch zubereitete Churros. Dabei wurde gleich experimentiert: Die Schülerinnen und Schüler testeten zwei verschiedene Teigvarianten – einen klassischen Teig aus Wasser und Mehl sowie eine Variante mit Butter und Eiern. Der Favorit war schnell gefunden: Die reichhaltigere Version überzeugte mit ihrer lockeren Konsistenz und ihrem besonders feinen Geschmack. Serviert mit heißer Schokolade wurden die Churros zum süßen Höhepunkt des Menüs.
Mit viel Freude, Teamgeist und Neugier wurde gemeinsam gekocht, probiert und genossen. Das Ergebnis konnte sich sehen – und vor allem schmecken – lassen: Alle Gerichte gelangen hervorragend und machten deutlich, dass Spanischunterricht weit über Sprache und Grammatik hinausgeht. Landeskunde wird besonders lebendig, wenn man sie mit allen Sinnen erlebt – und manchmal reicht dafür schon eine Schulküche. ¡Buen provecho!
Melanie Mitlacher (Fachschaft Spanisch)