Ein besonderes Erlebnis hatte der Französischkurs der 12. Klasse am 20. April: Die Schülerinnen und Schüler reisten zu dem Gymnasium in Gars am Inn, um dort Mamadou Sow persönlich zu begegnen – der Hauptfigur des Romans Né pour partir von Azouz Begag.
Das Buch hatte bereits im vergangenen Jahr eine besondere Bedeutung für unsere Schule: Beim Prix des lycéens allemands war Laura Paas, Q13, als Vertreterin Bayerns bei der Preisverleihung in der französischen Botschaft in Berlin dabei gewesen. Umso größer war nun die Freude, dass auch der diesjährige Kurs die Geschichte und ihren Protagonisten auf persönliche Weise erleben durfte.
Nach Ankunft an der dortigen Schule wurden wir von Frau Haydn begrüßt, die vor wenigen Jahren noch Referendarin am Karo war. In einem kurzen „Speed-Dating“ lernten sich die Jugendlichen der Französischkurse aus Gars und Rosenheim kennen, indem sie sich auf Französisch über verschiedene Themen austauschten.
Im Mittelpunkt des Vormittags stand dann zunächst die eindrucksvolle Lesung einer Passage aus dem Buch durch Mamadou Sow. Anschließend hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, dem mittlerweile 26-Jährigen Fragen zu stellen und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Besonders bewegend waren seine persönlichen Schilderungen von Flucht, Hoffnung und dem schwierigen Weg in ein neues Leben.
Wie schon die Schülerinnen und Schüler der 13. Klasse zeigte sich auch unser aktueller Französischkurs tief beeindruckt vom Mut, der Resilienz und dem Humor, mit denen der junge Guineaner den Herausforderungen seines Lebens begegnet. Seine Geschichte macht deutlich, wie wichtig Durchhaltevermögen, Zuversicht und Menschlichkeit sind – Werte, die auch im Alltag der Jugendlichen eine große Rolle spielen.
Für viele Schülerinnen und Schüler wird dieser Vormittag weit über die Lektüre des Romans hinaus in Erinnerung bleiben.
H. Keil