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Wenn Technik auf Kreativität trifft

„Die Kreativität ist der Schlüssel zur Innovation.“
– Albert Einstein

Dieses Zitat begleitet mich schon eine Weile und nirgends hat es für mich so viel Relevanz gehabt wie bei meiner Teilnahme am Junior.ING-Wettbewerb.

Im Schuljahr 2024/25 habe ich mit meinem Achterbahn-Modell „Terra Twist“ den ersten Platz in der Alterskategorie II beim Landeswettbewerb Bayern gewonnen. Somit qualifizierte ich mich für das Bundesfinale in Berlin, bei dem ich den Sonderpreis erhalten habe. Die Aufgabe bestand darin, eine funktionsfähige Achterbahn zu konstruieren, auf der eine Glasmurmel rollt ohne die Bahn zu verlassen. Doch gerade das Tüfteln hat mir gezeigt, wie viel Technik und Kreativität gemeinsam leisten können und hat mich motiviert, auch in dem darauf folgenden Jahr wieder teilzunehmen.

Der diesjährige Wettbewerb drehte sich um das Thema „Turm - hoch hinaus“. Kriterien waren: Stabilität, Tragfähigkeit, Kreativität und mit einer Aussichtsplattform in mindestens 70 cm Höhe, die ein halbes Kilo tragen muss. Ich wollte etwas schaffen, das sich nicht nur technisch beweist, sondern auch optisch beeindruckt. So entstand mein Modell „Wire Flower“. Ein filigraner, aber extrem stabiler Turm, komplett aus Draht gefertigt. Die tragende Struktur basiert auf einem rotationssymmetrischen Fachwerk aus vertikalen Stäben und Ringen mit genau berechneten Durchmessern. Zusätzlich befindet sich an der Spitze eine rote Drahtblume, deren Blüten sich durch einen Hebelmechanismus öffnen und schließen lassen.

Dr.-Ing. Werner Weigl, Vizepräsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, sagte bei der Veranstaltung: „Wir sind nicht nur von der Menge der eingereichten Modelle, sondern auch von deren Qualität absolut begeistert.“ Solche Worte bedeuten mir viel, denn sie zeigen, dass sich der Einsatz gelohnt hat.

Ich habe über 150 Stunden an dem Modell gearbeitet. Dabei habe ich nicht nur meine technischen Grundlagen vertieft, sondern auch gelernt, geduldig zu bleiben und präzise zu arbeiten. Als ich im März bei der großen Preisverleihung an der Hochschule München erneut als Landessiegerin ausgezeichnet wurde, war ich überwältigt.

Ich bin somit die erste Teilnehmerin des Landeswettbewerbs Bayern, die es geschafft hat ihren 1. Platz erfolgreich zu verteidigen und Bayern somit wieder im Bundesfinale in Berlin vertreten zu dürfen.

Krista Marché, 10b