Von Ohrwürmern und musikalischen Verwandlungskünstlern - Vergnügliches Faschingskonzert

Einen weiteren Glanzpunkt in der Konzerttradition des Karo setzte in der vergangenen Woche das erste Faschingskonzert in der Geschichte der Schule: Vor vollem Haus begeisterten die zahlreichen Mitwirkenden der Instrumentalensembles, Chöre, Theater-, Tanz- und Akrobatikgruppen das überwältigte Publikum durch ihr musikalisches Können und eine gehörige Portion Witz, guter Laune und Maskerade. Ganz spontan entstand sogar eine Riesen-Polonaise, die sich bei der Zugabe durch die ganze Mensa zog.

 

Bereits die Mitglieder des Schulorchesters unter Leitung von Rainer Heilmann-Mirow zeigten, passend zur Jahreszeit, ihr Talent als Verwandlungskünstler: In Morgenmänteln eröffneten sie den Abend mit Leroy Andersons „Syncopated Clock“, um anschließend von Schlafmützen zu einer bayerischen Musikergruppe zu werden, die mit einer kapriziösen Tuba zu kämpfen hatte. Bei der Nummer „Typewriter“ wurde sogar auf einer Schreibmaschine gespielt, bevor sich das Orchester in eine Militärkompanie verwandelte und dem Publikum den „March oft the Two Left Feet“ blies. Für atemberaubende Abwechslung in den Umbaupausen sorgten die Schüler des Wahlfachs „Bewegungskünste“ (Leitung: Matthias Wallner) mit ihren unterhaltsam-akrobatischen „Movie-Walks“ – von Pippi Langstrumpf und ihrem Pferd bis hin zu einer heißen Verbrecherjagd. Als leibhaftiger Ohrwurm, den man nie mehr loswird, stellte sich der Unterstufenchor (Leitung: Katrin Gell) mit dem gleichnamigen Wise-Guys-Song vor. Sein glänzender Auftritt endete nach einem Bi-Ba-Butzemann-Rap, bei dem sich die Chormitglieder in coole Gangster verwandelten, mit Andreas Bouranis „Auf uns“ und dem lauten Knall einer Konfettirakete. Die Papierschnipsel auf der Bühne riefen wiederum das P-Seminar Musik der Q11 (Leitung: Katrin Gell) auf den Plan: Doch die vermeintliche „Putz-Pause“ wurde schnell zu einem eindrucksvollen Stomp, denn die Oberstufenschüler performten höchst souverän mit Putzgeräten sowie Boomwhackers ein eigenes Arrangement des Coldplay-Hits „Viva La Vida“. Dass auch die jüngsten Karo-Schüler bereits erfolgreich auf der Bühne auftreten, zeigte sich, als die Theaterklasse 5c unter Leitung von Diemut Schneider und Konstanze Hüttenhofer ein bekanntes Ernst-Jandl-Gedicht spritzig in Szene setzte: Die kleinen Schauspieler brachten nicht nur einen Otto und einen Mops auf die Bühne, sondern eine ganze Horde davon – und die trotzte, hopste, holte Obst, kotzte und klopfte, was das Zeug hielt. Auch beim Projektchor der fünften Jahrgangsstufe (Leitung: Edith Kaltenbrunner und Katrin Gell) gab es schauspielerische Elemente, denn zu Markus Reyhanis „Ein guter Tag“ hüpften Hasen, Schmetterlinge und Romanleser über die Bühne.

Mit einem kräftig geschmetterten „Gonna Fly Now“ holte das Blechbläserensemble (Leitung: Gerrit Arntz) das Publikum aus der Pause zurück. Stimmgewaltig ging es weiter, als der Mittel- und Oberstufenchor (Leitung: Simon Steinkühler) die Bühne betrat und mit „Come again“ und „What is this feeling?“ das Programm schwungvoll bereicherte. Nicht ohne Humor und Selbstironie bot anschließend die Theaterklasse 6c von Kathrin Kastl und Katrin Gell ihre Parodie auf einen Schulwandertag dar, die – ebenso wie die anschließende Premiere des „Lehrerchörchens“ (Leitung: Katrin Gell) – für vielfache Lacher bei den Zuschauern sorgte. Angesichts allzu anstrengender Korrekturarbeiten wünschte sich Letzteres augenzwinkernd, es wäre ein Huhn. Absolut mitreißend war dann auch der letzte Programmpunkt des Abends: Zusammen mit der Tanzgruppe (Leitung: Silke Ritter) und begleitet von den Licht- und Raucheffekten des Technikteams (Leitung: Martin Losert), bot die Schulband unter Leitung von Gerrit Arntz eine überwältigende Show, bei der sowohl die großartigen Instrumentalisten als auch die herausragenden Sänger das Publikum in ihren Bann zogen: Konstantin Schiller, Johannes Weber und Haris Tanjo brachten mit ihrer Performance des Fanta-4-Hits „MFG" sowie des ACDC-Knallers „The Jack“ die Karo-Mensa zum Dröhnen und begeisterten das Publikum restlos – sicherlich nicht ohne den ein oder anderen Ohrwurm zu hinterlassen!

F. Schusser

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