Bericht zur Exkursion des GK 12 nach Flintsbach
Auf Vermittlung der Schülerin Bettina Eimannsberger wurde der Grundkurs 12 Musik, mit ihrem Musiklehrer Herr Steinkühler, von der Orgelbaufirma Linder, am 24.11.2009, nach Nußdorf eingeladen. Dort besichtigten sie dann die entstehende Orgel in der Pfarrkirche Flintsbach.
Der Orgelbaumeister Herr Linder und Michael Gartner ermöglichten den Schülern und ihrem Lehrer einen Einblick in das "Innenleben" einer Kirchenorgel, wie man ihn kaum gewinnen kann. Denn Orgelneubauten sind eher selten, da die dieses Instrument zu einem der langlebigsten und teuersten überhaupt zählt.
Nach einer Betrachtung vom Chorraum aus folgten ausführliche Demonstrationen der Technik. Der Weg von der Taste oder dem Pedal zu den weit seitlich stehenden Pedaltürmen war mittels Holzstäben (Abstrakten) zu überbrücken, ohne allerdings eine Einbuße der leichten Spielbarkeit in Kauf zu nehmen.
Die Stäbe geben den Tastenimpuls auf mechanischem Wege an oft weit entfernt stehende Pfeifen weiter.
Nachdem bisher die Mechanik der Orgel gezeigt wurde, folgte nun der klingende Teil: die Pfeifen.
Herr Linder benutzt Handschuhe, um keine Bleireste am Finger zu haben und zum Schutz der Pfeife vor Korrosion. Feuchte oder fettige Hände können den Pfeifen langfristig großen Schaden zufügen.
Die gedackte, oben verschlossene, Holzpfeife wird mittels Hinein- oder Herausbewegen des Deckels gestimmt. Das Stimmen von Metallpfeifen ist schwieriger. Durch Dehnen des Pfeifenkopfes wird der Ton erhöht, durch Einbiegen der Ränder erniedrigt.
Als Termin für die Fertigstellung ist der Januar 2010 vorgesehen. Dann werden erst einmal, nach einer feierlichen Einweihung, Orgelkonzerte darauf gespielt. Danach wird das Instrument vielleicht sogar Hunderte von Jahren der Gemeinde Flintsbach zur musikalischen Gestaltung der Messe dienen.
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