Ein traumhafter Abend
Am Dienstag, den 6. März 2012, fand im nahezu ausverkauften KUKO das traditionelle Frühjahrskonzert des Karolinen-Gymnasiums statt. Julia Frohnholzer, Musiklehrerin am „Karo“, die für die musikalische Gesamtleitung verantwortlich zeichnete, hatte den Abend unter das Motto „Traumreisen“ gestellt. Doch bevor die abwechslungsreiche Fahrt durch die „dunkle Hälfte des Tages“ losging, begrüßte die neue Schulleiterin, Sigrid Rechenauer, die Gäste, allen voran den Rosenheimer Bürgermeister Anton Heindl. Sie nutzte die Gelegenheit, ihn und die anwesenden Mitglieder des Stadtrats von einem großen Traum der „Karo“-Schulgemeinschaft zu unterrichten – dass bei den anstehenden Baumaßnahmen an der Schule ein wirklich „zeitgemäßes Schulgebäude“ als „Lebens- und Lernraum“ entstehen wird.
Das folgende gut zweistündige Programm reichte von klassischer Musik – Mozarts „Bona Nox“, vorgetragen vom Chor der 5. und 6. Klassen und dem Blechbläserensemble der Lehrer – über Filmmusik – das Schulorchester unter Leitung von Rainer Heilmann bot Passagen aus „Harry Potter“ und „Jurassic Park“ an – bis hin zu Rock- und Pop-Stücken etwa von Eric Clapton und ABBA, die die Schulband, angeführt von Günter Österreicher, spielte. Höhepunkte des Programms stellten solistische Darbietungen einiger älterer Schülerinnen und Schüler dar. Isabell Zehetmeir sang, begleitet von Musiklehrer Simon Steinkühler, Robert Schumanns „Mondnacht“, Azem Bekturova spielte Edward Elgars „Salut d’Amour“ auf der Geige und Sebastian Oberst brachte gar virtuos eine Eigenkomposition auf der Gitarre zu Gehör. Aber auch die „Kleineren“ wagten sich schon an gelungene Einzelauftritte. So spielten zum Beispiel Serafin Engeser und Micha Lörz vierhändig den „5-Tanten-Traum-Boggie“, Marinus Dinglreiter und Leo Fischbacher sangen Soli im „Waldesgespräch“ von Robert Schumann. Alle diese Schüler besuchen die 5. Klasse!
Bemerkenswert war, wie gut es – auch dank der vorbereitenden zweieinhalbtägigen Chorfahrt – gelang, die Musikstücke immer wieder mit visuellen und schauspielerischen Elementen zu kombinieren. Beispielsweise liefen, während der Chor der 7. und 8. Klassen Andrew Lloyd Webbers „Memory“ sang, im Hintergrund kurze Filmsequenzen, die von und mit Schülern auf dem Schulgelände gedreht worden waren. Die Auszüge aus dem Musical „Oliver Twist“ wurden durch Schauspieleinlagen ergänzt und schließlich wurde sogar ein Schwarzlichttheater mit integrierter Bändergymnastik dargeboten. Hier zeigte sich, dass das Frühjahrskonzert des „Karo“ eben nicht nur Sache der Fachschaft Musik ist, sondern dass auch Lehrer eingebunden werden, die für Sport (Ute Schach-Ender), dramatisches Gestalten (Michael Steurer) bzw. Light und Sound (Martin Losert) verantwortlich sind, Das Gesamtergebnis dieser Teamarbeit lieferte einen eindrucksvollen Beleg dafür, was an bayerischen Gymnasien trotz des gefürchteten G 8-Stresses doch noch alles an musischer und künstlerischer Erziehung geleistet wird.
Aktuelles
Einblicke in die Schreibwerkstatt
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Mathewettbewerb - ein Blick zurück
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