Römertage in Aalen
Seit 1992 finden in Aalen (Württemberg) alle 2 Jahre am letzten Wochenende im September die Römertage statt. Ambitionierte Laien führen an der historischen Stätte des bedeutendsten römischen Reiterlagers am obergermanisch-rätischen Limes in das Leben der Römer vor 2000 Jahren ein.
Seit 2002 besucht jedesmal eine Gruppe von Lateinschülern der 6. und 7. Klassen die überaus interessante und renommierte Veranstaltung.
Die nächste Fahrt findet voraussichtlich am 29.9.2012 statt.
Hier der Bericht über die letzte Fahrt am 25.9.2010, der auf Grund eines technischen Fehlers leider nicht im letzten Jahresbericht erschienen ist:
Am verregneten 25. September haben ein Teil Schüler der 6. und 7. Klassen unter der Leitung von Herrn Huber, Frau Eberle, Herrn Bothe, Herrn Tauer und anderen Lehrkräften die Römertage besucht. Nach einer dreistündigen Fahrt mit dem Bus kamen wir, etwa 100 Schüler des Karo, in Aalen an.
In diesem Jahr sind die Römertage, die ein großes europäisches Treffen sind, noch einmal erweitert worden. Dorthin kommen die bekanntesten Römergruppen Europas.
Das Gelände bestand aus dem Limesmuseum, dem Außengelände mit vielen kleine Zelten und drei Aktionswiesen. Im Limesmuseum konnte man Handwerksgegenstände, alte Schriften, Münzen und Flaggen selbst machen und an den Ständen Währungen und Gewürze begutachten. Es gab auch Aufführungen, wie römische Tänze, anzusehen. Für den kleinen Hunger zwischendurch gab es Brot mit Quark und Fisch. Außerdem konnte man bei einer Modenschau mitmachen, bei der man römische Kleidung ausprobieren konnte.
Wenn man wollte, ging man zu den Friseuren und ließ sich die Haare flechten. Draußen haben die Darsteller tapfer in den kleinen Zelten gesessen, um uns die Kunst, die sie vertraten, zu zeigen. Auf dem Schauplatz wurden rund um die Uhr Gladiatorenkämpfe, militärische Demonstrationen, Schaukämpfe, Geschützdemonstrationen und die römische Reiterei vorgeführt.
Gladiatorenkämpfe bestanden darin, zwei Athleten gegeneinander kämpfen zu lassen. Wenn einer dann auf dem Boden lag und „schachmatt“ war, sollte das Publikum mit „vita“ (= das Leben) oder „mors“ (= der Tod) über das Leben des am Boden liegenden Gladiatoren bestimmen. In der militärischen Demonstration wurden verschiedene Abwehrtechniken, auch auf dem Pferd, gezeigt. Bei den Geschützdemonstrationen wurde mit verschiedenen Kampfmitteln auf Zielscheiben gezielt. Die römische Reiterei wurde natürlich auf dem Pferd in den verschiedenen Epochen vorgeführt, was bei diesem Wetter nicht sehr einfach war, da die Pferde auf dem nassen Untergrund sehr rutschten.
Nach fünf genossenen Stunden ging es wieder nach Hause. Die Römertage sind für jedermann nur zu empfehlen.
Alles in allem war der Tag, trotz Regen, sehr schön.
Lisa Kellerer (7b), Annalena Sadler (7d)
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