Katholische und evangelische Religionslehre am Karolinen-Gymnasium

 

Der evangelische Religionsunterricht hat im Fächerkanon der Schule die Aufgabe, der Kommunikation der Schülerinnen und Schüler mit der christlichen Tradition in der gegenwärtigen Welt zu dienen. Mit dem Religionsunterricht nimmt die Kirche Bildungsverantwortung in der pluralen Gesellschaft am Ort der Schule wahr. Sie tut dies in konfessioneller Deutlichkeit und ökumenischer Offenheit. Der Religionsunterricht geschieht unter den Gegebenheiten und Bedingungen der Schule und wird von Kirche und Staat gemeinsam verantwortet.

Indem der evangelische Religionsunterricht Schülerinnen und Schüler dazu anleitet, religiös bedeutsame Phänomene wahrzunehmen, und sie dazu anregt, religiöse Motive und Elemente in der (Alltags-)Kultur zu identifizieren und mit ihnen kritisch umzugehen, trägt er zur ästhetischen Bildung bei. Er erschließt Religion als Möglichkeit, das Ganze der Wirklichkeit in den Blick zu nehmen und aus solchem „Weltabstand“ heraus neue Perspektiven auf die Alltagswelt zu gewinnen.

Er gibt Kindern und Jugendlichen Raum, Lebens- und Sinnfragen und die Frage nach Gott zu thematisieren, zu reflektieren und immer wieder neu zu klären. Dabei konfrontiert er auch mit Ambivalenzen und Widersprüchen sowie mit Fragen, die nicht abschließend zu beantworten sind.

Er fördert die Sprachfähigkeit der Schülerinnen und Schüler in der eigenen Religion und motiviert sie dazu, die Wirklichkeit erschließende Kraft religiöser Sprachformen, Begriffe und Symbole zu entdecken sowie kreativ und kritisch mit ihnen umzugehen.

 

 

Im katholischen Religionsunterricht treten die jungen Menschen von ihren unterschiedlichen Lebenswelten her in reflektierten Dialog mit dem kirchlichen Glauben. Ausgehend von der christlichen Überlieferung erschließen die Schülerinnen und Schüler einen religiösen Zugang zur Wirklichkeit, der sich durch keine andere Dimension der Welterfahrung ersetzen lässt.

Die durch die Kirche überlieferte Glaubenstradition gibt den Schülerinnen und Schülern Impulse für die Sinnfindung in ihrer Lebensgestaltung und für die Entwicklung der Fähigkeit zur ethischen Urteilsbildung. In die damit verbundenen Lernprozesse werden die Lebenserfahrungen der Schülerinnen und Schüler integriert und auf vielfältige Weise zu den christlichen Inhalten in Beziehung gesetzt.

Die Schülerinnen und Schüler dürfen sich als von Gott geschaffen, also einzigartig und bedingungslos von ihm angenommen verstehen. Ihre Gottebenbildlichkeit befähigt sie als Person, einen eigenen und bewussten Standpunkt zu entwickeln. Das Angenommen-Sein von Gott ermöglicht Beziehungsfähigkeit, die wesentlich zur Entwicklung der Persönlichkeit gehört.

Vor dem Hintergrund einer sehr unterschiedlichen religiösen Sozialisation der Schülerinnen und Schüler können spirituelle Elemente den katholischen Religionsunterricht nicht nur bereichern, sondern auch zu Formen gelebten Glaubens hinführen.

 

 

Ansprechpartner

Michael Steurer (Fachbetreuer kath. Religionslehre)

Jörg Steinbauer (Fachbetreuer evang. Religionslehre)

Franz Huber (Betreuer der Fachschaftsseiten)