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Karo baut Kettenreaktionen

Landeswettbewerb "Experimente antworten" im SJ 2016/17: Molekular kochen, Wasserpest untersuchen und einen Strohhalm-Turm bauen

Die Aufgabenstellung liest sich beinahe wie ein Auszug aus einem Kochbuch: „Gib 5 g Natriumalginat in 150 mL destilliertes Wasser und mische sorgfältig mit dem Pürierstab. Vermenge in einem weiteren Glas einen Esslöffel Calciumlactat mit 100 mL Wasser. Verrühre dann einen Esslöffel der so vorbereiteten Natriumalginatlösung mit zwei Esslöffeln Fruchtsirup und tropfe diese Mischung langsam in die Calciumlactatlösung.“ In der ersten Runde des vom Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung veranstalteten Landeswettbewerbs „Experimente antworten“ galt es unter anderem, mit chemischen Substanzen (die sich die Teilnehmer im Internet bestellten) essbare kleine Kügelchen herzustellen. Diese sogenannten Sphären sind ein wichtiger Bestandteil der in den 1990er Jahren etablierten „Molekularen Küche“, die sich mit den biochemischen und physikalisch-chemischen Vorgängen bei der Zubereitung von Speisen beschäftigt. So kam „frischer Wind“ in die heimischen Küchen der jungen Forscher, die für die Dauer des Wettbewerbs zu kleinen Laboren umfunktioniert wurden.

„Wasserpest? Haben wir das nicht schon mal unter dem Mikroskop angeschaut?“ erinnerte sich eine Schülerin aus der Klasse 5a beim Durchlesen von Teilen der Aufgabenstellung für die 2. Runde von „Experimente antworten“. Doch diesmal standen nicht die Zellen der Wasserpflanze im Mittelpunkt der Untersuchung, sondern die Gasbläschen, die aus frisch angeschnittenen, belichteten Wasserpest-Sprossen im Wasser nach oben steigen. Um welches Gas es sich dabei handelte, fanden die Forscher aus den Klassen 5-10 mit Hilfe der sogenannten Glimmspanprobe heraus: Sauerstoff!

In Runde 3 waren schließlich physikalische und „bastlerische“ Fähigkeiten gefragt. So sollten die Teilnehmer unter anderem eine möglichst hohe Konstruktion aus 25 Strohhalmen bauen, lediglich durch Gummiringe oder Büroklammern zusammengehalten. Und um noch „eins drauf zu setzen“, musste der Turm einen Becher Wasser tragen können!

Knapp 30 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 bis 10 bearbeiteten die teils anspruchsvollen Experimentiervorgaben einer oder mehrerer Runden. Alles wurde genauestens notiert, fotografiert, tabellarisiert und letztendlich in Form einer kleinen Forschungsarbeit der Jury zugesandt. Nachdem diese die Arbeiten bewertet hatte, erhielten alle Forscher nach jeder Runde eine Urkunde, die Frau Rechenauer feierlich überreichte. Zusätzlich belohnte das Karo seine erfolgreichen Naturwissenschaftler mit kleinen Sachpreisen, wie beispielsweise Papiergloben, Taschen-Kaleidoskopen oder einer besonderen Prisma-Brille.

Markus Hamberger