Schule mit Courage - Schule ohne Rassismus

„Schule ohne Rassismus muss sein, weil Toleranz vor allen Dingen da vorgelebt werden muss, wo sich viele Menschen verschiedener Hautfarbe, Herkunft und Religion treffen - eben in unseren Schulen!“
Reiner Calmund, Fußballfunktionär, Moderator und Buchautor

Das breite Spektrum an unterschiedlichen Kulturen und Lebensweisen und die damit verbundenen verschiedenen Erfahrungen und Ideen machen das Zusammenleben in unserer Gesellschaft abwechslungsreich und interessant. Jedoch führt Angst und Unwissen immer öfter dazu, dass diese Bereicherung als Bedrohung des Gewohnten empfunden wird. Radikales Gedankengut, das sich in Hetzparolen und Hass äußert, ist in unserem Alltag Realität geworden. Und gerade Kinder und Jugendliche laufen Gefahr, diese Ansichten unreflektiert zu übernehmen und sie auf das Zusammenleben in der Schule zu übertragen.

Das P-Seminar „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des Oberstufenjahrgangs 2015/17 setzte sich gegen diese Entwicklung ein. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist mit den etwa 2000 Mitgliedsschulen das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Es bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Das Netzwerk hat bereits einige Auszeichnungen erhalten, darunter zweimal den Förderpreis „Demokratie leben“ des deutschen Bundestages sowie den Preis „Botschafter der Toleranz“, den das Bündnis für Demokratie und Toleranz vergibt.

Mit der feierlichen Titelverleihung im Oktober 2016 wurde das Karolinen-Gymnasium als erste Schule in Rosenheim Teil dieses Netzwerks und verpflichtet sich damit, den Kampf gegen Diskriminierung zu einem zentralen Anliegen der Schulgemeinschaft zu machen. Unser starker Partner ist dabei das Eishockey-Team der Rosenheimer Starbulls, das die Patenschaft für die Ernennung unserer Schule zur Schule mit Courage übernommen hat, mit uns gefeiert hat und sich auch weiterhin dafür engagiert, dass Diskriminierung und Rassismus am Karo und in Rosenheim keine Chance haben.

Im Rahmen von Vorträgen und auf Klassenstufen angepassten Workshops wie zum Beispiel den „Argumenten gegen Rechts“ mit der Organisation „Gesicht zeigen“ sorgte das P-Seminar für die Nachhaltigkeit des Projekts.

P-Seminar „Zivilcourage“ unter der Leitung von OStRin Bernhardt