... etwa um Ungarisch zu lernen?

Seit 2002 pflegt das Karolinen-Gymnasium einen Schüleraustausch mit dem Szilágyi Erzébet Gimnázium in Eger.

20 Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe fahren jeweils im Herbst in den Nordosten Ungarns, wo sie von ihren gleichaltrigen Austausch-Schülern empfangen werden. Bei einem reichhaltigen Kultur-, Besichtigungs- und Unterrichtsprogramm mit der ganzen Gruppe bringen sich die Teilnehmer ihre jeweilige Heimat näher. Besonders beeindruckend ist es jedes Mal, die Gastfreundschaft, Offenheit und Herzlichkeit unserer ungarischen Partner erleben zu dürfen.

Ein Kalenderjahr nach der Austauschwoche in Ungarn sind die Karo-Schüler in Rosenheim Gastgeber unserer Freunde aus Ungarn. Dann stehen Rosenheim und Umland, u. a. mit Chiemsee, München usw., auf dem Programm; aber auch Unterricht auf Deutsch. Ein Highlight – besonders für die ungarischen Freunde – ist nicht zuletzt die Übernachtung auf einer Hütte im Gebirge bzw. auf einem echten Berg (Ungarns höchster „Berg“, der Kékes, misst 1014 Meter).

Dieser Austausch hat – für die deutschen Schüler – nicht die Sprachförderung zum Ziel; dafür ist Ungarisch zu schwer (ca. 30 verschiedene Kasus, viele davon ohne deutsche Entsprechung; und Wörter wie „Szvarasbogar“ = Hirschkäfer oder „köszönöm“ = danke). Kommunikation ist jedoch deshalb möglich, weil alle ungarischen Teilnehmer des Programms Deutsch als Unterrichtsfach haben und zudem Englisch-Kenntnisse besitzen. Worüber die Schüler jedoch verfügen müssen, ist ein Interesse an der Begegnung mit gleichaltrigen Jugendlichen aus Osteuropa.

Für die Ungarn ist der Austausch mit Rosenheim interessant, weil sie damit Kontakte zum attraktiven Westeuropa knüpfen können; die Rosenheimer hingegen bekommen Einblicke in ein Land, das auf der Hitliste der Urlaubsziele nicht mehr ganz oben steht und daher fast exotisch-spannend ist.