Hunger, der Killer in mir
Am Mittwoch, den 21.10.2009 war der „Weimarer Kultur-Express“ an unserer Schule zu Gast und hat in der Aula das Stück „Hunger?! Der Killer in mir.“ für die 9. Jahrgangsstufe im Rahmen der Suchtprävention aufgeführt.
Das Anliegen des Weimarer Kultur-Express ist es mit dem Medium Theater aktuelle Probleme bei Jungendlichen aufzugreifen. In dem hier gezeigten Theaterstück wird angesprochen, ab wann eine Diät gefährlich wird.
Es ist der "Hunger" nach Anerkennung. Die Betroffenen hassen sich und ihren Körper, fühlen sich als Versager. Bulimie ist die Ess- und Brechsucht. Die Betroffenen müssen nicht besonders dünn sein, sie können auch ganz normal oder übergewichtig aussehen. Bulimie scheint am Beginn wie die perfekte Lösung: so viel und so oft essen zu können, wie und was man will, ohne zuzunehmen. Diese Sucht wird oft als Dämon beschrieben, der einen in seiner Gewalt hat und nicht mehr loslässt.
Die Handlung
Mara möchte bei ihrem Freund Lars übernachten und mit ihm schlafen.Deshalb bittet sie ihre Freundin Nele sie bei ihrer Mutter zu decken, sodass diese denkt, sie würde bei Nele übernachten. Leider geht der Plan nicht auf und so schwänzen Lars und Mara den Unterricht um ihr Vorhaben durchzuziehen. Tags darauf beendet Lars die Beziehung zu Mara. Er hat sich in ein Mädchen aus der Parallelklasse verliebt, dessen Figur äußerst dünn ist. Mara ist sehr traurig darüber und möchte abnehmen, da sie denkt, die Beziehung sei an ihrem Gewicht gescheitert.
Die übergewichtige Nele, die auch gerne abnehmen möchte wettet mit der ohnehin schlanken Mara, wer es schafft schneller abzunehmen. Der Wetteinsatz von Nele ist ein Handy und nach einigem Zögern gibt Mara ihr I-Pod als Einsatz. Zunächst läuft für die Mädchen alles „nach Plan“, doch plötzlich stagniert die Gewichtsabnahme. Mara beginnt darauf mit härteren Bandagen zu kämpfen: Sie macht verstärkt Sport, verwendet Abführmittel und kocht sich eine „Magic Soup“, die in einer Zeitung angepriesen wird. Als das alles nicht den erhofften schnellen Erfolg bringt beginnt Mara absichtlich zu Erbrechen und rutscht so in die Bulimie ab.
Da Neles durch Mara auch in die Ess-Brechsucht abgerutscht ist und große Schmerzen durch das Erbrechen hat, geht sie zur Behandlung in eine spezielle Klinik. Da das Mädchen erkannt hat, dass ihre Freundin das gleiche Problem hat, bittet sie sie in einem Brief sich auch einer Therapie zu unterziehen. Mara lehnt ab.
Tage später möchte Nele Mara besuchen. Sie erfährt, dass ihre Freundin an Unterernährung gestorben ist.
Im Anschluss an das provokative Stück findet eine Diskussion mit den Theaterspielerinnen statt. Hier wird über weitere Aspekte von Bulimie und anderen Essstörungen gesprochen. Weiter Informationen zu diesem Thema findet man unter www.magersucht.de oder bei Frau Hogger, der Suchtpräventionsbeauftragten des Karos.
Paul Stiel& Markus Eberl 9e, Fr. Hogger
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