Gefahren der HIV-Infektion und anderer Geschlechtskrankheiten
In unserer Gesellschaft wird das Thema Sexualität immer alltäglicher, auch für Jugendliche. Nur wie viele haben sich schon mit den Risiken beschäftigt?
Aus diesem Grund fuhren die 10te Jahrgangsstufe in Begleitung von Herr Bär, Herr Eberl, Herr Kling und Frau Hogger am 25.11.2009 nach München in die Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwig Maximilian Universität.
Dr. S. Zippel, ein Mitarbeiter der Psychosozialen Beratungsstelle, hielt einen Vortrag über HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten, an dem wir teilnehmen durften.
Auf die Frage, was HIV sei, würden die meisten Leute antworten, dass es das gleiche wie AIDS ist.
Dies ist jedoch falsch, denn mit HIV bezeichnet man den Virus der das Immunsystem schwächt,
AIDS jedoch ist die resultierende Krankheit daraus. Mit HIV kann man sich durch den Austausch von Körperflüssigkeiten (außer Schweiß, Speichel!), beim Drogenspritzenaustausch, Muttermilch, Bluttransfusionen und offene Wunden infizieren.
Durch eine Medikamententherapie kann dieser Virus blockiert werden. Allerdings ist diese problematisch, da sie einige Nebenwirkungen mit sich bringt. Im Anfangsstadium kann es u.a. zu Übelkeit und Magendruck kommen. Nach jahrelanger Anwendung der Therapie leiden die Betroffenen u.a. an Schlafstörungen oder Umverteilung des Fettgewebes. Zudem kommt, dass durch die Einnahme einiger dieser Medikamente die Einreise in einige Länder nicht möglich ist. Ein großes Problem ist auch,dass das Virus nur unterdrückt und nicht bekämpft wird. Da sich der Virus verändert, wirken immer weniger Medikamente.Umso wichtiger ist es also, dass HIV früh genug diagnostiziert wird.
Durch die fehlenden Gespräche über Geschlechtsverkehr und seine möglichen Risiken gibt es ca. 33 Millionen Infizierte auf der Welt. Hiervon leben ca. 67000 in Deutschland, wobei die Anzahl der männlichen Betroffenen dem vierfachen der weiblichen entspricht.
In Bayern sind es ca. 9500, die Zahl nimmt aber immer mehr zu, da es auch andere sexuell übertragbare Krankheiten gibt, wie z.B. Pilze, Bakterien und Viren, die eine Eintrittspforte für die HIV-Infektion darstellen. Diese Krankheiten kann man durch Behandlung vollständig heilen, aber den HI-Virus nicht. Jedoch kann man das Risiko einer Infektion durch die Verwendung von Kondomen und Treue in der Partnerschaft erheblich verringern. Außerdem sollte man darauf achten, keine gebrauchten Spritzen zu verwenden und sich regelmäßig auf HIV testen lassen.
Dr. S. Zippel wollte uns keinesfalls Sex als allein etwas gefährliches und unschönes erscheinen lassen, aber uns bewusst machen, dass Vorsicht und Sicherheit eine wichtige Rolle spielen.
Insgesamt war der Vortrag sehr informativ und durch Statistiken, die erschreckende Zahlen beinhalteten, wurde uns klargemacht, dass AIDS eine große Rolle in unserer Gesellschaft spielt. Mit einem ''Kondom-Führerschein'' und kleinen Rollenspielen wurde das Thema etwas aufgelockert.
Abschließend gab es zahlreiches Infomaterial. Die Exkursion fand breiten Anklang und kann nur empfohlen werden.
Laurie Huber&Katharina Friedrichs, 10c
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