Sternenstaub und musikalische Weihnachtswünsche –

    Facettenreiches Programm beim Weihnachtskonzert

     

    Auf diesen Abend hatten nicht nur die Schüler, sondern auch Eltern, Kollegen und Freunde des Karo lange hingefiebert. Am 18. Dezember war es dann endlich so weit: Der Tag für das alljährliche Weihnachtskonzert war gekommen und die Mensa hatte sich in einen Konzertsaal verwandelt. Längst war der letzte Platz besetzt, als der rote Vorhang zur Seite schwenkte und das Blechbläserensemble unter der Leitung von Gerrit Arntz die Bühne betrat, um mit einem festlichen „Tochter Zion“ zu eröffnen. Ebenso feierlich stimmten die Bläser durch ihr zweites Stück „O du Fröhliche“ auf die Weihnachtszeit und damit auch das Thema des Abends ein. Auf eine Begrüßung durch Barbara Grill, die charmant und humorvoll durch den Abend führte, folgte der Unterstufenchor, der zusammen mit Katrin Schmidmayr sein höchst vielfältiges Repertoire darbot. Neben einem kanonartigen „Weihnachts-Quodlibet“ gaben die Schülerinnen und Schüler der fünften bis siebten Klassen auch das bairische „Und jetzt is hoid Winter worn“ zum Besten und setzten durch ihre letzte Nummer „One Candle“ einen ersten Höhepunkt im Programm. Bei gedimmtem Licht, das den Saal in ein adventliches Dunkel hüllte, verzauberten die Sänger, allen voran die beiden Solistinnen Lena Neisser und Laura Schmitt, die Zuhörer und setzten unter Einsatz heller Leuchtstäbe das refrainartig wiederkehrende „Dona nobis pacem“ sehr stimmungsvoll in Szene.

     

    Nach diesem beeindruckenden Auftakt begrüßte auch Direktorin Sigrid Rechenauer die Gäste und dankte den großzügigen Förderern und Sponsoren, deren Unterstützung das Schulleben in vielerlei Hinsicht bereichert. Ihren besonderen Dank sprach sie dabei Herrn Rainer Gebhart aus, der durch eine beträchtliche Spende im Namen der WWK-Versicherungs-AG die Anschaffung eines Konzertklaviers ermöglicht hatte. Eingeweiht wurde das neue Instrument durch einen vierhändigen Solo-Beitrag der Zwillinge Benedikt und Konstantin Schiller. Höchst virtuos schickten die beiden Brüder die Zuhörer mit Schuberts „Fantasia in f-Moll“ auf eine weihnachtliche Traumreise. Den Gegenpunkt dazu bildete die nun folgende Nummer der Theaterklasse 6c unter Leitung von Diemut Schneider, Konstanze Hüttenhofer und Yannick Zürcher. Bei ihrer spritzig im Stil einer Quizshow inszenierten Eigenproduktion „Das Weihnachtsrätsel“ war das Publikum angehalten, selbst aktiv zu werden und drei pantomimisch dargestellte Weihnachtslieder zu erraten. Die angehenden Schauspielerinnen und Schauspieler schlüpften dabei nicht nur in die Rolle von Weihnachtsbäckern und Schneeflöckchen, sondern brachten sogar eine ganze Horde von Rentieren auf die Bühne. Als Preis für die richtige Antwort winkten dann drei selbst gebastelte und sorgfältig laminierte Christbaumkugeln, bevor das Publikum der Instrumentalweise „A Schüsserl und a Reinderl“, einem „Wirtshauswalzer“, einer „Sternpolka“ sowie dem Stück „Feliz Navidad“ lauschte, die vom Volksmusik-Ensemble unter Leitung von Barbara Grill sowie vom Additum Musik der Q 12 dargeboten wurden.

     

    Dass sich bereits die jüngsten Schülerinnen und Schüler am Karo erfolgreich auf der Bühne engagieren, zeigte anschließend die Eigenproduktion der Klasse 5c unter Leitung von Kathrin Kastl und Katrin Schmidmayr. In ihrem Stück „Der Duft von Sternenstaub“, das sowohl Gesangspassagen als auch Sprechchöre und erste Solo-Auftritte beinhaltete, erzählten die Fünftklässler die witzige Geschichte mehrerer Weihnachtssterne, die auf dem Missverständnis, sie würden einer Gruppe von Bäckern zum Opfer fallen, beruhte. Doch die Angst der Himmelslichter konnte beseitig werden, sodass am Ende sowohl die Sterne als auch die Bäcker einträchtig ihr Gebäck verzehrten. Auch die Konzertbesucher hatten in der nun folgenden Pause die Gelegenheit, sich mit selbstgebackenen Plätzchen am SMV-Stand zu verköstigen oder sich bei Herrn Weber über die Arbeit des Vereins „Sterne auf den Straßen Boliviens“ zu informieren. Da der Schulfamilie am Karo die Arbeit dieses Vereins, der Hilfsprojekte für Straßenkinder in Cochabamba unterstützt, sehr am Herzen liegt, wird auch die Hälfte der Einnahmen aus dem Weihnachtskonzert an diese gemeinnützige Organisation gespendet.

     

    In der zweiten Hälfte des Abends ging es ebenso bunt wie abwechslungsreich weiter. Unter der Leitung von Rainer Heilmann-Mirow entführte das Schulorchester das begeisterte Publikum zuerst mit der Suite Nr. 2 aus der „Wassermusik“ von Händel hörbar in eine Welt unter Wasser, bevor es Verena Frappier an der Geige bei Mozarts „Konzert für Violine und Orchester“ begleitete. Hochkonzentriert und technisch äußerst versiert zog die Solistin das Publikum in ihren Bann und beeindruckte durch ihre atemberaubende Vorstellung. Stimmgewaltig trat im Anschluss daran der Chor der Mittel- und Oberstufe unter Leitung von Simon Steinkühler auf, der die Mensa mit „Wade in the Water“ und „Good News“ voll ausfüllte, während das P-Seminar der Q 12  mit den Zuhörern im „Winter Wonderland“ spazieren ging und schwungvoll zum krönenden Abschluss des Abends überleitete.

     

    Wer bis zu diesem Moment noch nicht mitgerissen war, der war es spätestens beim Auftritt der Schulband unter der Leitung von Gerrit Arntz, die die Mensa zum Beben brachte. Nach „We Wish You a Merry Christmas“ und „Rocking around the Christmas Tree“ gab es bei der dritten Nummer „Skank for Christmas“, die erstmals auch eine Gesangseinlage von Konstantin Schiller bot, keinen Besucher mehr, der nicht mitgewippt oder mitgeklatscht hätte. Schließlich betraten alle singfreudigen Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen die Bühne und verabschiedeten die Zuhörer mit „Happy X-Mas“ und den besten Wünschen für ein frohes Weihnachtsfest sowie ein friedvolles Neues Jahr.