Steinzeittag am Karo

     

    Am 21. November konnten wir Sechstklässler in den ersten beiden Stunden erfahren, wie Archäologen bei ihrer Arbeit vorgehen. Dazu erklärte uns der Archäologe Lothar Breinl, was man beachten muss und was das Besondere an den Ausgrabungen und Funden der Steinzeit ist. Mit Hilfe von Dias veranschaulichte er uns dann, wie man sich eine solche Ausgrabung vorzustellen hat. Danach zeigte er uns, wie in der Steinzeit Feuer gemacht wurde und was man dafür brauchte.

     

    Nach der Pause konnten wir in einem Workshop ein steinzeitliches Bohrgerät, einen Pfeil, eine Steinzeitfigur oder Muschelschmuck herstellen. Dafür hatten wir eine Schulstunde lang Zeit. Dann endete leider schon unser Steinzeittag - mit einem tollen Bastelergebnis, von dem wir noch lange etwas haben werden und das uns immer an diesen informativen Tag erinnern wird.

     

    Eva Schubert und Johanna Löbel, 6b

     


     

    Der Steinzeittag

     

    Am 21. November kam der Archäologe Herr Breinl zum Karolinen-Gymnasium. Er wollte den Kindern der sechsten Jahrgangsstufe – und vielleicht auch ein bisschen den Lehrern und Lehrerinnen – erzählen und erläutern, wie die Leute in der Steinzeit gelebt haben, was sie erfunden und gebaut haben und wie heutige Archäologen ihnen auf die Spur kommen.

     

    Zuerst erfuhren wir, dass die Steinzeitmenschen bis zu 60 Meter lange und bis zu 25 Meter breite Häuser gebaut hatten, was ziemliches Staunen hervorrief. Herr Breinl zeigte uns ein Modell und erklärte uns, dass die Wände, wenn sie zusammenbrachen, Humus in die entstandenen Löcher ließen. Mit der Zeit fällt aber neue Erde auf die Ruine. Deswegen lassen die Archäologen Bagger die oberste Schicht Erde abgraben, damit sie an Stellen, wo statt Lehm immer noch Humus war, suchen können. Des Weiteren wurden uns Bilder von einem Modellhaus und von Skeletten gezeigt. Aus letzteren, so erzählte uns Herr Breinl, könnte man allerlei wertvolle Informationen, wie z. B. zur Gesundheit, entnehmen, deswegen seien sie auch so wichtig. Er erläuterte noch kurz weitere Erkenntnisse über die Skelette und ihre Fundorte, bevor er sich mit dem Leben und Tun der Steinzeitmenschen beschäftigte.

     

    Wir lernten, dass man Feuer entzündete, indem man einen Feuerstein mit Katzengold aneinanderschlug. Danach lenkte man die Funken auf Zunder, was abgeriebenes Röhrenfutter eines Pilzes ist, und pustete anschließend sanft. Brennmaterial war hier unerlässlich. Außerdem erfuhren wir, dass man schon vor ca. 10 000 Jahren Kleber aus Birkenrinde gelöst hatte, und dass man Werkzeuge herstellte, indem man Feuerstein oder Obsidian gegen einen weicheren Stein schlug. Vom harten Stein löste sich dadurch ein scharfkantiges Messer. Herr Breinl führte uns sogar das Feuermachen vor, aber er durfte nur bis zur Glut gehen, denn ansonsten hätte sich der Feueralarm aktiviert, was – vorsichtig ausgedrückt – unschön gewesen wäre.

     

    Danach hatte jede Klasse einzeln eine Bastelstunde. Jeder Schüler konnte einen Steinzeitbohrer, einen Pfeil, ein ,,Steinzeithandy'' (das ein flugzeugmotorartiges Brummen von sich gab, wenn man es in weitem Bogen schwenkte) oder eine farbige Tonskulptur bauen.

     

    Insgesamt mochten viele Schüler die Stunden mit Herr Breinl, weil er sehr anschaulich erklärte.

     

    Thomas Schletter, 6b