Charakterköpfe und archaisch lächelnde Statuen –

    Lateinerausflug in die Glyptothek

     

    Ein eisiger Wind pfiff um den Königsplatz, als die Lateinschülerinnen und Lateinschüler der achten Klassen am Freitag, den 23. Februar, in München aus dem Bus stiegen. Nicht nur aufgrund der klirrenden Kälte, sondern auch wegen der beiden geplanten Führungen war die Freude bei allen Beteiligten groß, als die Glyptothek um 10 Uhr endlich ihre Tore öffnete. Auf zwei Gruppen aufgeteilt, ging es für die Achtklässler durch die mächtigen Hallen des beeindruckenden Aufbewahrungsortes für griechische und römische Marmorskulpturen und gleichzeitig auch auf eine Reise in die antike Vergangenheit.

     

    Zusammen mit dem – ansonsten etwas steif dastehenden – Kuros der griechischen Plastik setzten die Schüler ihr liebenswertestes archaisches Lächeln auf, bevor sie den deutlich entspannteren Stand der klassischen Statuen erprobten, um dann schließlich den hellenistischen Faun, eines der wohl berühmtesten Werke der Glyptothek, zu bewundern. Neben diesem Überblick über die drei Epochen der griechischen Bildhauerei stand auch ein Streifzug durch die römische Kunst und Politik auf dem Programm: Anhand einer Reihe von Charakterköpfen führte der Weg von Marius, Sulla und der Zeit der Bürgerkriege, über Augustus und Nero bis hin zu den späteren barttragenden Kaisern wie Hadrian oder Mark Aurel.

     

    Danach machte sich ein Teil der Lateinschüler wieder auf in die Kälte und nach Rosenheim. Für die andere Gruppe war die Exkursion noch nicht zu Ende: Auf sie wartete noch ein abendlicher Besuch der modernen Antigone-Inszenierung im Residenztheater.