Karo-Projekt zum DP-Camp Rosenheim auf internationaler Tagung vorgestellt

     

    Vergangene Woche fand an der LMU München die internationale Tagung „Nähe und Distanz - Holocaust Education revisited“ statt, die sich mit der schulischen und außerschulischen Vermittlung der nationalsozialistischen Verbrechen und ihrer Nachwirkungen beschäftigte. Bei einem von Herrn Adam geleiteten Workshop wurde auf der Tagung eine Projektwoche zum jüdischen Leben nach 1945 vorgestellt, die im April 2016 an unserer Schule stattgefunden hat. Im Mittelpunkt dieser Projektwoche stand damals das jüdische DP-Camp auf dem Gelände der Bundespolizei an der Burgfriedstraße, zu dem eine 9. Klasse eine Ausstellung erstellt hatte, bei der mit Prof. Gideon Reuveni aus Großbritannien ein Nachkomme von ehemaligen Bewohnern des Camps an unserer Schule weilte.

     

    Das Projekt des Karo fand unter den Teilnehmern des Workshops sehr große Anerkennung, viele Kollegen von Schulen und Universitäten bedauerten in diesem Zusammenhang, dass das Thema der jüdischen DPs nach 1945 noch immer nicht den Stellenwert habe, den es eigentlich verdiene. Bei den jüdischen displaced persons (DPs) handelt es sich um Überlebende des Holocaust - überwiegend aus Osteuropa -, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Lagern der amerikanischen Zone untergebracht waren, ehe viele von ihnen nach Palästina/Israel auswanderten. An unserer Schule hingegen ist dieses Thema weiterhin präsent: Ein von Frau Bernhardt geleitetes W-Seminar Geschichte der Q 11 beschäftigt sich mit dem Schicksal der DPs in unterschiedlichen Kontexten.

     

    Weitere Informationen zur Konferenz an der LMU finden Sie hier.

     

    W. Adam