Exkursion an die Universität Regensburg

     

    Im Zuge des W-Seminars „Archaebakterien – Die ersten Lebewesen“ fuhren wir am Freitag, den 2. März mit Herrn Dr. Angerer an die Fakultät Mikrobiologie der Universität Regensburg. Dort hörten wir einen Vortrag zum Thema „Forschung an Archaebakterien und deren besondere Eigenschaften“ von Herrn Dr. Harald Huber. Dabei bekamen wir einen detaillierten Einblick in die Mikrobiologie und nützliche Informationen für unsere Seminararbeiten. Dadurch, dass jeder Seminarteilnehmer bereits ein Referat zu dem Thema gehalten hatte, konnten wir dem wissenschaftlichen Vortrag gut folgen.

     

    Die Universität Regensburg genießt wegen grundlegender Pionierarbeiten auf dem Gebiet der Archaeenforschung in den 1980er Jahren ein hohes internationales Ansehen. In jüngerer Zeit kamen weitere bedeutende Forschungsergebnisse, wie z.B. die Entdeckung der Lebensgemeinschaft von Nanoarchaeum equitans („der reitende Urzwerg“) und Ignicoccus hospitalis („die gastliche Feuerkugel“), hinzu. Außerdem wurde das Projekt „ORBIT“ ins Leben gerufen. Das umweltfreundliche System nutzt überschüssigen Strom, der durch eine Elektrolyse von Wasser die Methanisierung von CO2 durch Archaeen begünstigt und somit letztendlich ökologisch verträglich „grünes“ Gas gewinnt. Des Weiteren steht bei der „Power-to-gas“-Anlage die (wetter-)unabhängige Energiegewinnung im Vordergrund.

     

    Obwohl sich das Archaeenzentrum der Universität im Umbau befindet, durften wir Herrn Dr. Harald Huber nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa durch die Laboranlagen begleiten. Zuerst besichtigten wir die Anaerobenkammer, in der Experimente an Archaebakterien ohne Sauerstoff durchgeführt werden können. Im Anschluss daran hatten wir die Möglichkeit, fluoreszierende Archeen unter einem Mikroskop zu beobachten. Einen Einblick in den Alltag eines promovierenden Biologiestudenten erhielten wir durch die Begehung eines Arbeitsplatzes, an dem Mikroorganismen kultiviert werden.

     

    Nachdem sich unser Seminar von Herrn Dr. Huber verabschiedet hatte, besichtigten wir den Campus der Universität Regensburg mit all ihren Instituten und Einrichtungen. Bevor wir am Abend zurück nach Rosenheim fuhren, besuchten wir die historische Altstadt. Dabei sahen wir die Wahrzeichen der mittelalterlichen Stadt, den Dom, den Rathaussaal, die Geschlechtertürme und die Steinerne Brücke. Bei einem gemeinsamen Abendessen ließ unsere Gruppe den gelungenen Tag ausklingen.

     

    S. Chmela und V. Lass (Q11)