Berichte aus der Fachschaft

MINT7: Experimente und Beobachtungen im Freien

„Kommen wir trocken zurück?“ Im Eifer ihrer Beobachtungen der heimischen Fauna (Heuschrecken, Spinnen, Ameisen, Marienkäfer), Erkundungen der Flora...

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Lebende Reptilien und Amphibien

Auch dieses Jahr besuchte Herr Werden wieder die sechsten Klassen mit seinen Echsen und Lurchen. Der Spezialist für exotische Tiere zeigte den...

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MINT7: Reise in den Mikrokosmos

Im ersten und biologischen Teil des Praktikums beschäftigten sich die Schüler mit den kleinsten Lebewesen, die bereits einen echten Zellkern...

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Exkursion an die Universität Regensburg

Im Zuge des W-Seminars „Archaebakterien – Die ersten Lebewesen“ fuhren wir am Freitag, den 2. März mit Herrn Dr. Angerer an die Fakultät Mikrobiologie...

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Insekten, Spinnentiere und andere Krabbeltiere

Auch dieses Jahr besuchte Herr Werdan mit seinen Gliederfüßern das Karo. Er stellte den 8. Klassen die verschiedenen Gruppen von Gliederfüßern vor und...

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Hefen als Versuchsobjekte beim Wettbewerb „Experimente antworten“

Hefe – das kennen die meisten nur vom Kuchenbacken! Dass man mit diesen Kleinstlebewesen auch interessante Experimente durchführen kann, fanden sieben Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 bis 10 heraus. Ausgerüstet mit Marmeladengläsern, Haushaltswagen und Schaschlikspießen untersuchten die jungen Naturwissenschaftler, was Hefe mit einer Zuckerlösung anstellt. Außerdem planten sie Versuche, wie man die Hefepilze in ihrer Arbeit behindern oder auch unterstützen kann. Wie kann man die „Arbeit“ von so kleinen Lebewesen untersuchen? Die Lösung: mit glimmenden Schaschlikspießen!

Dabei gingen die Schülerinnen und Schüler exakt nach den durchaus anspruchsvollen Experimentieranleitungen vor, beobachteten genau die Versuchsergebnisse und fanden – ab Jahrgangsstufe 8 – außerdem Erklärungen für die gemachten Beobachtungen. Alles wurde fein säuberlich dokumentiert, auch fotografisch, und letztendlich in Form einer kleinen Forscherarbeit der Jury zugesandt. Nachdem diese die Arbeiten bewertet hatte, erhielten alle Teilnehmer in feierlicher Runde von der Schulleiterin Frau Rechenauer eine Urkunde überreicht. Zusätzlich belohnte das Karo seine erfolgreichen Naturwissenschaftler mit kleinen Sachpreisen, wie beispielsweise  einer speziellen „Farbenbrille“ oder einer Linse, mit der man die Welt wie durch das Auge einer Fliege sehen kann.

Und schon geht es in die nächste Runde: die Aufgabenstellung für den zweiten Teil von „Experimente antworten“ wird in diesen Tagen in allen Klassen verteilt. Diesmal sind etwas chemische, aber vor allem physikalische Fähigkeiten gefragt, denn es geht um Seifenblasen! Alle Interessierten – auch wenn sie bei der ersten Runde nicht dabei waren – sind herzlich zur Teilnahme eingeladen!

Dem Täter auf der (genetischen) Spur

So einzigartig wie jeder Mensch ist auch sein Fingerabdruck. Daher bekamen 22 Schüler des Oberstufenkurses Biologie am Karolinen-Gymnasium die Möglichkeit, eine der mittlerweile bedeutendsten Methoden in der Kriminalistik „am eigenen Leib“ durchzuführen.

Während der klassische Fingerabdruck bereits seit über 100 Jahren in der Verbrechensaufklärung eingesetzt wird, hat der sogenannte genetische Fingerabdruck erst viel später Einzug in die Forensik gehalten. Möglich wurde dies durch eine rasante Entwicklung auf dem Gebiet der Genetik, die längst bis in die Biologieräume der Schulen vorgedrungen ist.

In den Räumlichkeiten des Biozentrums der Ludwig-Maximilians-Universität München sind moderne Geräte vorhanden, um die ausgefeilten genetischen Methoden zur Erstellung eines genetischen Fingerabdrucks durchzuführen.

Dazu mussten die Teilnehmer zunächst eine DNA-Probe abgeben: „Igitt, da soll ich jetzt reinspucken?“, war die unmittelbare Reaktion, als die angehenden Abiturienten ihren Mund mit einer Salzlösung spülen und im Anschluss in ein Laborglas ausspucken sollten. Doch in den auf diese Weise erhaltenen Mundschleimhautzellen fand sich nach Zugabe einiger Chemikalien schließlich das Objekt der Begierde: DNA – das Erbgut, anhand dessen sich alle Menschen, sofern sie keine eineiigen Zwillinge sind, eindeutig unterscheiden lassen.

Wenige Tage zuvor war der Biokurs bereits von zwei Lehramtsstudierenden der LMU über alle theoretischen Grundlagen für das Praktikum informiert worden. In der 90-minütigen Unterrichtseinheit konnten die baldigen Junglehrer, die dazu eigens ans Karo gekommen waren, „Berufsluft“ schnuppern und erhielten zugleich wertvolles Feedback von der betreuenden Lehrkraft, Studienrat Dr. Hamberger.

„Passt mit den Mikroliterpipetten auf, die sind sehr teuer“, warnten die Betreuer am Praktikumstag. Dieses wohl wichtigste Werkzeug der Genetiker schlägt mit etwa 300 Euro zu Buche. Doch die Schüler hatten den Dreh schnell raus und konnten auch Geräte wie eine Zentrifuge oder einen sogenannten „Vortexer“ (eine Art „Schüttler“) eigenständig bedienen, um ihre zuvor isolierte DNA weiter zu behandeln.

Nur wenige, winzig kleine Abschnitte der DNA genügen, um den genetischen Fingerabdruck einer Person zu erhalten. Ein solcher Abschnitt wurde millionenfach vervielfältigt, um die kleinen Erbgutstücke für das menschliche Auge sichtbar zu machen. Anhand der Länge solcher Stücke lässt sich letztendlich ein Mensch vom anderen unterscheiden und dadurch beispielsweise ein Verbrechen aufklären, erläuterten die Betreuer im Labor der Universität.

„Sehr viel Spaß“ habe das Praktikum gemacht und die Betreuung sei „hervorragend“ gewesen, so die einhellige Meinung der Rosenheimer Schüler. Über die Hälfte des Kurses könnte sich gar vorstellen, vielleicht einmal selbst Biologie zu studieren – womöglich können die Jugendlichen die bereits an der Schule erlernten Genetikmethoden dafür gut gebrauchen und nicht zuletzt dem Mangel an naturwissenschaftlichen Fachkräften etwas entgegenwirken.